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Weihnachten als Risiko

 


Wir stehen unter Hausarrest und das zu einem großen Fest. Wir sollen Leben nicht riskieren um niemanden so zu verlieren.

Da igelt man sich ruhig ein, bei Glühwein und auch Kerzenschein. Ja so ists recht. Das ist ein Fest. Wenn man die andern draußen lässt.

Wenn auf der Flucht die Menschen frieren. Oft ihr Leben auch verlieren. Während sie im kalten Nass ersaufen, soll‘n wir nicht zur Kirche laufen.

Es ist ein großes Risiko woanders zu sein, als auf dem Klo.

Da hämmert die Coronawarnung. Mancher sieht es als ‘ne Tarnung. Sieht gar eine Weltverschwörung mit 5G Turbo-Hirnzerstörung.

Der Händler Jammern ist sehr laut denn die Geschäfte sind versaut. Einkaufen macht keinen Spaß. So manche Firma beißt ins Gras.

Im Krankenhaus die Pfleger schwitzen. Ihre Masken oft nichts nützen. Sie werden von Corona krank. Liegen dann selbst einmal lang.

Ja, das Virus ist real. Und mir ist es nicht egal. Ob ich‘s habe oder nicht. Das sag ich Dir jetzt ins Gesicht.

Doch zuviel Angst will ich nicht haben. Es gibt soviel gute Gaben. Gerade jetzt, am Weihnachtsfest sieht man das aufs Allerbest.

Denn da hat einer was riskiert. Ja, er hat sich nicht geniert, einen Himmel zu verlassen, zu gehen dann auf Menschenstraßen.

Er kam mit Sünde in Kontakt, mit Krankheit, Tod und Willkürakt. Er hat das tiefste Leid gesehen. Wollte mit den Menschen gehen.

Und er ruft heute noch: „Schlag ein! Ich will Dein Erlöser sein Du wirst vielleicht leiden müssen. Einmal wird der Tod dich grüßen.

Doch ich geh mit Dir durchs Leben, will ihm Sinn und Freude geben. Und musst Du auch einmal leiden, werd‘ ich Dich auch da begleiten.“

Ja, ich seh das Risiko. Mit Dir werd‘ ich wirklich froh. Willst neue Pfade mit mir gehen. Ich will Deine Wunder sehen.

Du hast Dein Leben auch riskiert, hast Dich wirklich nicht geniert. Für meine Sünden zu bezahlen. Mit den tiefsten Höllenqualen.

So sitz ich hier in meiner Bude. Und denke doch an all das Gute, das Du mir schon hast getan. Es zieht mich auch himmelan.

Mein Risiko ist nicht sehr groß. Ich fall in Deine Arme bloß.

So will ich frei den Blick erheben. Er soll nicht an den Wänden kleben. Ich will Möglichkeiten sehen und auf Deinen Wegen gehen.

(C) Christian-Michael Kleinau 12/2020. Unentgeltliche, unveränderte Weitergabe erlaubt.

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