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Schreie in der Nacht - Ein stellvertretender Hilferuf für die Entrechteten und Verfolgten

Dieser Text eignet sich nicht für zart Besaitete und Kinder

[i]Schreie in der Nacht

Es kommt immer öfter vor,
da steh ich vor einem dunklen Tor.
Da hör ich die Peitschen knallen
über Menschenleiber fallen.

Ich seh, wie Verzweifelte dich suchen
aus der Tiefe zu Dir rufen.
Ich halte mir die Ohren zu.
Wer hält das aus?! Wann ist Ruh?!

Hände durch die Gitter ragen.
Stumme Schreie nach Dir fragen.
Gesichter vom Schmerz ganz verzerrt.
Schon seit langem weggesperrt.[ii]

Frauen werden oft benutzt
in Bordellen tief beschmutzt.[iii]
Sollen trotz Gewalt und Schlägen
Männerkörper gut erregen.[iv]

Wärter, die sadistisch sind
quälen grad ein kleines Kind.
Stiefel treten in die Leiber
das sind wirklich Sklaventreiber.[v]

Grausam ist die Welt und schlecht
wer sich nicht anpasst hat kein Recht
zu leben auf dem Erdenrund.
Das ist dann keineswegs gesund.

Und wer an Gott appelliert,
der verdient, dass er krepiert.
Es gibt nur des Staates Macht
Alles andere wird umgebracht.

Herr, jetzt steh ich vor dem Bild.
Es macht mich fuchsteufelswild.
Hast Du die Ohren denn verschlossen?
Das Leid in Kübeln ausgegossen?

Was kann ich für diese Menschen tun,
die in Leid und Schmerzen ruhn?[vi]
Ich kann sie nur vor dich bringen.
Sie können Dir keine Lieder singen.

Und meine Stimme, die ist schwach
das ganze Elend legt mich flach.
Doch eine Stimme hab ich noch.
Ich rufe für sie aus dem Loch.

Dass Deine Hilfe bald erscheint.
Dass es sich hat ausgeweint.[vii]
Dass Du Gerechtigkeit lässt walten
Dass sie sich können neu entfalten.

Bitte gib ihnen ihren Wert.
Stelle richtig, was verkehrt.
Zeig den Quälern Deine Macht,
hol Verzweifelte aus dunkler Nacht.

Ich will Öl und Wein vergießen.
Schlimme Wunden helfen schließen.[viii]
Das geht nur mit Deiner Kraft,
kein Mensch das alleine schafft.

Herr ich bitt Dich, sende Licht
in das verzweifelte Gesicht
derer, die im Dunkeln sitzen
und in Folterqualen schwitzen.[ix]

Familien, die oft nicht wissen,
wovon sie morgen leben müssen.
Denn der Ernährer sitzt im Knast
weil sein Glaube gar nicht passt.[x]

Dein Erbarmen ist doch groß.[xi]
Es lässt keinen Menschen los.
Sende Hilfe und das schnell!
Es ist eindringender Apell!

Ja ich will es heute wagen
Dich so unverschämt zu fragen.[xii]
Was anderes fällt mir nicht ein.
Für das Problem bin ich zu klein.

Und wenn das heute jemand liest,
der von dem Problem betroffen ist,
dann tröste doch durch diese Zeilen.
Zeige, Du wirst Dich beeilen.

Du wirst Deine Hilfe schenken.[xiii]
Du wirst das Schicksal weiter lenken.
Du hast schonmal ein Meer geteilt,[xiv]
hast Verfolger eingekeilt.

Du hast Mauern eingerissen[xv]
Wärter haben staunen müssen.
Du schufst Lob in tiefster Nacht
das hat sowas hervorgebracht.[xvi]

Dir allein gebührt die Ehre[xvii]
aller Erd- und Himmelsheere.
Vor Dir wird jedes Knie sich beugen
und Deine Macht einmal bezeugen.[xviii]

Drum sende heute dein Erbarmen
zu den Gefangenen und Armen.
[xix]

Zum Gedicht

Es wurde mir in den letzten Tagen sehr wichtig, ein Gedicht zu diesem unangenehmen Thema zu schreiben. Ich habe lange überlegt, ob ich es veröffentlichen soll. Dabei kam ich zu dem Schluss, dass es wenig nützen wird, wenn es in meinem Filesystem liegenbleibt. In unserem Land werden wir als Christen vielleicht ein bisschen gedisst. Aber nicht verfolgt. Und es geht mir auch gegen den Strich, ständig über eine eventuell kommende Verfolgung nachzudenken und zu versuchen mich darauf vorzubereiten. Dabei ist klar, dass der Glaube in den westlichen Ländern auf allen Ebenen aus dem Leben verdrängt und durch gnadenlosen Hedonismus ersetzt wird. Eine Vorbereitung auf Verfolgung ist nicht möglich. Stattdessen möchte ich vor Gott meine Stimme für die erheben, die keine mehr haben und die gebrochen sind. Solange mir dies möglich ist.

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